Was ist   EMDR?

Erinnerungen verlieren ihren emotionsgeladenen Charakter

Zeit zu Handeln

Anker von Hypnose Detmold

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

Was ist EMDR? Hypnose Detmold erklärt:
EMDR ist eine moderne und sanfte Psychotherapie, die Menschen dabei unterstützt, nach belastenden Erfahrungen wieder Stabilität und Lebensfreude zu gewinnen. Bilaterale Reize, wie geführte Augenbewegungen, Töne oder leichte Berührungen, aktivieren belastende Erinnerungen und entschärfen deren Wirkung. Das Nervensystem verarbeitet die Erfahrungen neu, intensive Gefühle lösen sich und Ruhe entsteht.

Die Methode eignet sich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und zeigt vor allem bei Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), Ängsten, Depressionen, chronischem Stress und Suchterkrankungen hohe Wirksamkeit. Viele Menschen spüren bereits nach wenigen Sitzungen eine deutliche Entlastung und mehr innere Freiheit.

EMDR wirkt verträglich, effizient und stärkt die eigene Resilienz.
Erfahre mehr über diese wirksame Methode und spüre die Veränderung.

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EMDR Anwendungsgebiete

  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • Folgen belastender Lebenserfahrungen
  • Trauer nach Verlusten
  • Bindungstraumata
  • Entwicklungs- und Verhaltensstörungen bei Kindern
  • Depressionen
  • Angst- und Panikstörungen
  • Psychophysische Erschöpfungssyndrome
  • Chronische Schmerzen
  • Stoffgebundene Abhängigkeiten (besonders bei Traumafolgestörungen)

Wirkung von EMDR

EMDR unterstützt das Gehirn dabei, belastende und „eingefrorene“ Erinnerungen neu zu verarbeiten und innere Ruhe zurückzugewinnen. Die emotionale Belastung sinkt spürbar und das Vertrauen in die eigene Stärke wächst.

Wie EMDR wirkt:

  • Erinnerungen und Emotionen werden voneinander gelöst.
  • Die Amygdala arbeitet ruhiger und die Belastung sinkt.
  • Erinnerungen wirken neutraler und leichter.
  • Positive Gedanken und Überzeugungen stärken das Selbstvertrauen.
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Techniken, die bei EMDR eingesetzt werden

In EMDR-Sitzungen aktiviert gezielte bilaterale Stimulation das Gehirn, was die gesunde Verarbeitung belastender Erinnerungen unterstützt. Die eingesetzten Methoden, Augenbewegungen, Tapping und akustische Reize, fördern eine sichere Neuverarbeitung, beruhigen das Nervensystem und stärken das innere Gleichgewicht. Viele dieser Techniken lassen sich auch im Alltag anwenden.

Methoden von EMDR:

  • Augenbewegungen (folgen den Fingern der Therapeutin/des Therapeuten oder einem Lichtbalken)
  • Tapping: sanftes Klopfen auf Hände, Oberschenkel oder Oberarme
  • Akustische Reize: abwechselnde Töne über Kopfhörer
  • Reize auch zur Selbstanwendung nutzbar

Die Entstehungsgeschichte von EMDR

EMDR entstand Ende der 1980er Jahre durch Dr. Francine Shapiro. Sie entdeckte, dass Augenbewegungen beim Gehen belastende Gedanken lindern. Sie folgten den ersten Beobachtungen. Studien bei Kriegs­veteranen und PTBS-Patienten zeigten bald Erfolg. Heute ist EMDR international anerkannt, evidenzbasiert und wird in Leitlinien empfohlen.

Meilensteine der EMDR-Behandlung:

  • 1987 erkannte Dr. Shapiro erstmals den positiven Einfluss von Augenbewegungen.
  • Ende der 1980er-/Anfang der 1990er-Jahre zeigten Studien mit Kriegsveteranen und PTBS-Patient:innen sehr gute Ergebnisse.
  • Bis 1991 entstand das EMDR-Standardprotokoll mit neuen Stimulationsmethoden und strukturierter Vorgehensweise.
  • In den 1990ern wurde das EMDR-Institut gegründet und Therapeutinnen und Therapeuten wurden weltweit ausgebildet.
  • Heute gilt EMDR als international anerkannt, wissenschaftlich belegt und es wird in Therapieleitlinien empfohlen.
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Wissenswertes

EMDR-Therapie: Ursprung und Einsatzbereich

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing. Die Methode wurde in den 1980er-Jahren entwickelt und gilt als moderne, schonende Psychotherapie. Ursprünglich für Traumafolgestörungen konzipiert, kommt EMDR heute besonders bei der Behandlung von Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) zum Einsatz.

Bilaterale Stimulation: Wirkprinzip

Das Herzstück der EMDR-Therapie bildet die bilaterale Stimulation. Augenbewegungen, angeleitet vom Therapeuten/von der Therapeutin, aktivieren gezielt beide Gehirnhälften. Diese Bewegungen ähneln den Verarbeitungsprozessen im Schlaf. Alternativ können Töne oder sanfte Berührungen eingesetzt werden.

Ablauf der EMDR-Sitzung

In einer EMDR-Sitzung arbeitet die Therapeutin/der Therapeut gemeinsam mit der Klientin/dem Klienten an belastenden Erinnerungen. Emotionen werden durch gezielte Augenbewegungen gelöst und die Erinnerungen so verständlicher und kontrollierbarer. Klient:innen erleben häufig schon nach wenigen Sitzungen spürbare Entlastung.

Positive Wirkung und hohe Akzeptanz

EMDR unterstützt dabei, negative Gedanken neu zu formulieren und die emotionale Belastung zu reduzieren. Kritische Themen werden konstruktiv aufgearbeitet, um nachhaltige Veränderung zu ermöglichen. Die Therapie gilt als besonders verträglich und erzielt bei Klient:innen eine hohe Akzeptanz.

Du bist auf der Suche nach Hilfe? Den ersten Schritt kannst nur du machen. Ruf uns an.

EMDR bei Traumafolgestörungen und PTBS

EMDR wirkt nachweislich bei der Behandlung von Posttraumatischer Belastungsstörung und Traumafolgestörungen. Die Methode bietet effektive Hilfe, besonders wenn belastende Erfahrungen die Störung verursacht haben.

Depressionen und Ängste: EMDR kann helfen

Auch bei Depressionen und Angstzuständen erzielt EMDR sehr gute Ergebnisse. Die Behandlung hilft, emotionale Belastungen nachhaltig zu reduzieren.

Vielfältige Anwendungsbereiche von EMDR

Mit EMDR lassen sich folgende Beschwerden behandeln:

  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • Folgen belastender Lebenserfahrungen
  • Starke Trauer nach Verlusterlebnissen
  • Bindungstraumatisierungen
  • Entwicklungs- und Verhaltensstörungen bei Kindern
  • Depressionen
  • Angst- und Panikstörungen
  • Psychophysische Erschöpfungssyndrome
  • Chronische Schmerzen
  • Sucht und Abhängigkeiten, besonders bei Traumafolgestörungen

EMDR unterstützt Menschen dabei, innere Stabilität und Lebensqualität zurückzugewinnen. Du wünschst dir das auch? Ruf uns an.

EMDR-Wirkung: Traumatische Erinnerungen verarbeiten

EMDR basiert auf der Idee, dass traumatische Erinnerungen im Gehirn „eingefroren“ bleiben können. Die gezielte bilaterale Stimulation, etwa durch Augenbewegungen, Geräusche oder Berührungen, fördert die Verarbeitung belastender Erlebnisse und mindert die emotionale Belastung. Bereits Studien aus den 1990er-Jahren zeigten positive Ergebnisse. Heute werden gezielt EMDR-Therapeut:innen ausgebildet.

Ablauf der EMDR-Sitzung: Bilaterale Stimulation fördert Heilung

Während der EMDR-Therapie ruft der Klient/die Klientin belastende Erinnerungen ab, begleitet von bilateralen Reizen. Diese Stimulation regt die natürliche Informationsverarbeitung im Gehirn an, ähnlich wie im REM-Schlaf. Emotionen und blockierte Erinnerungen werden gelöst und sind somit anschließend leichter zu bewältigen.

EMDR reduziert emotionale Belastungen und stärkt den Umgang mit Erinnerungen

Studien belegen, dass EMDR die Aktivität in emotionalen Gehirnzentren wie der Amygdala verringert. Traumatische Erinnerungen verlieren so an Intensität und Betroffene stärken ihre innere Stabilität und können belastende Erfahrungen neu bewerten.

Neuverarbeitung durch EMDR: Die Erinnerung wird bewältigbar

Die Therapie ermöglicht es Betroffenen, belastende Erfahrungen als abgeschlossene Vergangenheit einzuordnen. Der Hippocampus unterstützt dabei, das Trauma neu zu bewerten und neutraler ins Gedächtnis zu integrieren.

Neue Sichtweise durch EMDR: Positive Überzeugungen stärken

Im EMDR-Prozess verändern sich Wahrnehmung, Emotionen und Gedanken in Bezug auf die belastende Erinnerung. Die Erfahrung wirkt zunehmend weniger belastend, negative Überzeugungen werden durch positive ersetzt, wie zum Beispiel „Ich bin sicher“ statt „Ich bin hilflos“.

Bilaterale Stimulation in der EMDR-Therapie

Das Herzstück einer EMDR-Sitzung ist die bilaterale Stimulation beider Gehirnhälften. Häufig arbeiten wir mit gezielten Augenbewegungen. Dabei folgen die Augen den Fingern der Therapeutin/des Therapeuten oder einem Lichtpunkt auf einem Lichtbalken. Beide Techniken fördern die Verarbeitung von Erinnerungen.

Tapping: Flexible bilaterale Stimulation

Zusätzlich verwenden wir Tapping, eine taktile Stimulation, bei der wir abwechselnd Hände, Oberschenkel oder Oberarme berühren. Tapping eignet sich besonders bei Konzentrationsschwierigkeiten und kann flexibel, etwa im Sitzen oder Gehen, eingesetzt werden. Diese Methode empfehlen wir auch zur Selbstanwendung in stressigen Momenten.

Akustische Stimulation für optimale EMDR-Ergebnisse

Weiters setzen wir akustische Reize über Kopfhörer ein. Klänge wechseln zwischen dem linken und dem rechten Ohr und sind therapeutisch anpassbar. Buzzer und spezielle akustische Signale verstärken die Wirkung.

Ablauf: Vom Wiedererleben zur emotionalen Befreiung

Zu Beginn analysieren wir Trauma und Symptome. Während du das belastende Erlebnis aktivierst, folgt dein Blick unseren Handbewegungen oder du erlebst andere bilaterale Reize. So verarbeitet dein Gehirn traumatische Erinnerungen beschleunigt und löst den für ein Trauma typischen belastenden Charakter auf. Intrusive Erfahrungen verlieren ihre emotionale Intensität und du gewinnst Kontrolle über deine Erinnerungen.

Du bist auf der Suche nach Hilfe? Den ersten Schritt kannst nur du machen. Ruf uns an.

Francine Shapiro: Pionierin der EMDR-Therapie

Francine Shapiro, PhD, geboren 1948 in New York City, war klinische Psychologin und forschte am renommierten Mental Research Institute in Palo Alto. 1987 erkannte sie den positiven Einfluss von Augenbewegungen auf belastende Gedanken. Ihre Methode entstand aus persönlicher Erfahrung: Beim Spazierengehen bemerkte sie, dass Augenbewegungen belastende Gedanken abschwächen können.  Ihre erste Studie dazu veröffentlichte sie 1989.

Entwicklung und Weiterentwicklung der EMDR-Methode

Shapiro integrierte verschiedene Stimulationsmethoden, wie Handberührungen und akustische Signale, sowie eine strukturierte kognitive Strategie. So entstand bis 1991 die heute international anerkannte „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“-Therapie.

Wissenschaftliche Anerkennung und weltweite Ausbildung

Für ihre Leistungen erhielt Shapiro zahlreiche Auszeichnungen, darunter den „Distinguished Scientific Achievement in Psychology“-Award. EMDR ist heute als Standardverfahren gegen Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) in allen wichtigen Leitlinien verankert. Am von Shapiro gegründeten EMDR-Institut in Pacific Grove bildete sie weltweit Therapeutinnen und Therapeuten aus, sie initiierte Studien, veröffentlichte vier Bücher und trat auf renommierten Kongressen auf.

Humanitäres Engagement für den weltweiten Zugang zu EMDR

Durch das Humanitarian Assistance Program (HAP) förderte Shapiro die Ausbildung in Entwicklungsländern und Krisengebieten.

EMDR heute: Effektive Traumatherapie mit weltweiter Wirkung

Erste Studien mit Kriegsveteranen und PTBS-Patient:innen zeigten große Erfolge. EMDR wurde laufend weiterentwickelt und ist heute eine der wirksamsten wissenschaftlich fundierten Methoden zur Verarbeitung traumatischer Erlebnisse.